1'921 Aktionärinnen und Aktionäre sind am Samstag, 11. Mai 2024 nach Langnau an die Generalversammlung der Bernerland Bank geströmt. Es ist immer wieder eindrücklich, wie sich die umfunktionierte Eishalle langsam füllt und an den vorbereiteten Tische rege Gespräche erwachen. Pünktlich hat Verwaltungsratspräsidentin Michèle Etienne die Generalsversammlung eröffnet.
Dank starken Wurzeln entwickeln wir uns weiter
Wie die Kommunikation zum Geschäftsbericht hat die Generalversammlung unter dem Motto «zäme füretsi» gestanden. In ihren einleitenden Worten hat Michèle Etienne vom Leben vergleichbar mit einem Fluss gesprochen. Dieser sei stetig in Bewegung, verändere sich und sei nicht aufzuhalten. So brauche es auch bei Unternehmen Veränderungsbereitschaft, was nicht heisse, sich ständig neu zu erfinden und auf jeden Trend aufspringen zu wollen. Sich seiner Wurzeln bewusst zu sein und ein stabiles Wertgefüge zu haben, sei zentral und helfe bei der Orientierung zu erkennen, welche Art Anpassung notwendig sei. «Wir wissen, dass ein Unternehmen nicht stehen bleiben darf, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.»
Nach einem Rückblick auf das Jahr 2023 und den Geschäftsabschluss ist Geschäftsführer Michael Elsaesser genauer auf den Vorwärtsdrang der Bernerland Bank eingegangen. Er freue sich darauf, im Seeland Fuss zu fassen. Damit stärke die Bernerland Bank ihre Bedeutung als Regionalbank und packe die Chance beim Schopf. An ihrem Engagement im Emmental und Oberaargau würde sich nichts ändern und sie bliebe ihrer Verwurzelung in den beiden Regionen treu. «Wir wissen genau, wo wir herkommen und was uns prägt.»
Versammlung heisst Dividendenerhöhung gut
Michèle Etienne hat anschliessend souverän durch die 22. Generalversammlung geführt. Die Aktionärinnen und Aktionäre haben sämtlichen Anträgen zugestimmt. Auch die vorgeschlagene Dividendenerhöhung von CHF 10.50 auf CHF 11.00 pro Aktie haben sie gutheissen. Peter Ritter haben sie für weitere drei Jahre als Verwaltungsrat wiedergewählt. Abschliessend haben Michèle Etienne und Michael Elsaesser Fragen aus dem Publikum beantwortet.
Bereits zum zweiten Mal hat die Bernerland Bank für Familien eine Kinderbetreuung angeboten. Während Mami und Papi der Generalversammlung folgen konnten, haben Fachkräfte vom Kinderhaus Langnau mit den Kindern gespielt und gebastelt.
Mit Herz und Humor: Sonia Kälin hat Publikum berührt
Schliesslich hat Michèle Etienne das Wort an Sonia Kälin übergeben. Die vierfache Schwingerkönigin und Schiedsrichterin bei «Donnschtig-Jass» hat von der Bedeutung des Teams im Einzelsport erzählt und damit den Faden von «zäme füretsi» aufgenommen. Mit Herz und Humor hat sie von Vorurteilen, Höhen und Tiefen in ihrer Laufbahn und von ihrer Zielstrebigkeit auch nach der sportlichen Karriere erzählt. Sonia Kälin hat in einem berührenden Referat spannende Einblicke in ihr Leben und ihre Persönlichkeit gewährt und damit die Generalversammlung perfekt abgerundet.
Das feine Mittagessen – Pastetli mit Gemüsereis – haben motivierte Helferinnen und Helfer von verschiedenen Vereinen aus der Region serviert. Während des Essens haben sich spannende Gespräche und Diskussionen fortgesetzt. Wer wollte, konnte sich danach im Bistro46 oder am Kaffeewagen der Kaffee-Fabrik aus Langenthal weiter verköstigen.
Eine grossartige Veranstaltung ist damit zu Ende gegangen, die nur dank dem grossen Engagement aller Akteurinnen und Akteuren gelungen ist. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dafür ihr Bestes gegeben haben.