Der erste Schritt zum eigenen Konto ist für die meisten Kinder und Jugendliche unglaublich spannend. Aus einem einfachen Grund; was Kinder bei uns sehen, spielen sie gerne nach. Daher verwundert es nicht, dass Einkaufen zu den beliebtesten Rollenspielen in der Kinderwelt gehört. Die Neugier auf ein Stück «Erwachsen werden» ist somit bereits früh geweckt. Warum also nicht diese Neugierde nutzen und schon früh gemeinsam mit Ihrem Kind ein nachhaltiges Bewusstsein für den Umgang mit Geld aufbauen? Beispielsweise mit einem eigenen Konto.
Das Wichtigste in Kürze
- Nehmen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind Zeit.
- Knüpfen Sie das Taschengeld an ein «Ämtli». So baut Ihr Kind von Anfang an ein besseres Bewusstsein zu Geld auf.
- Überlegen Sie sich genau, für was Ihr Kind ein Konto benötigt.
- Das Kontoguthaben gehört Ihrem Kind. Sobald dieses mit 18 Jahre volljährig ist, haben Sie als Eltern, auf das Konto, keinen automatischen Zugriff mehr. Falls gewünscht können Sie mit Ihrem Kind eine gemeinsame Vollmacht vereinbaren.
Das eigene Konto als Übungsfeld
Wann genau der richtige Zeitpunkt für das erste eigene Konto ist, lässt sich schwer festlegen. Jedes Kind entwickelt sich in seinem persönlichen Tempo und dies ist auch gut so. Ein idealer Moment ist die Einführung des Taschengelds. Ob dies gleich bei der Einschulung ist oder ein paar Jahre später, entscheiden Sie. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind mit dem ersten eigenen Konto nicht überfordern.
Für ein Kind kann das «digitale Geld» allerdings noch sehr schwer zu verstehen sein. Daher ist es gar nicht schlecht, wenn es sein Geld in den ersten ein bis zwei Jahren zu Hause anspart. Vielleicht sogar in einem altbekannten «Kässeli». Nutzen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Zeit, um Schritt für Schritt sein Bewusstsein zu fördern. Es kann spielerisch sein, indem Sie gemeinsam sein Taschengeld zählen. Wie hoch dabei das Taschengeld ausfällt, richtet sich nach dem Alter Ihres Kindes und nach Ihren finanziellen Möglichkeiten.
Taschengeld Übersicht
Der Dachverband Budgetberatung Schweiz empfiehlt ab der ersten Klasse je einen Franken pro Schuljahr und pro Woche.
- sechsjährig: Fr. 1.– pro Woche
- siebenjährig: Fr. 2.– pro Woche
- achtjährig: Fr. 3.– pro Woche
- neunjährig: Fr. 4. – pro Woche
- zehn- und elfjährig: Fr. 25.– bis Fr. 30.– pro Monat
- zwölf- bis vierzehnjährig Fr. 30.– bis Fr. 50.– pro Monat
Tipp: Knüpfen Sie an das Taschengeld an ein «Ämtli». So baut Ihr Kind von Anfang an ein besseres Bewusstsein für das Geld auf. Binden Sie bei der «Ämtli-Findung» Ihr Kind mit ein. Dadurch schaffen Sie eine gemeinsame Vertrauensbasis und die Umsetzung fällt Ihrem Kind deutlich leichter.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Blogbeitrag: «Wie Kinder und Jugendliche lernen mit Geld umzugehen – drei Tipps»
Wann empfiehlt sich welches Konto?
Wie bereits erwähnt, empfiehlt sich ein eigenes Sparkonto oder Taschengeld-Konto, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig den Umgang mit Geld lernen. Je nachdem welches Ziel Sie als Eltern für Ihr Kind verfolgen, kommen unterschiedliche Konti infrage.
Taschengeld-Konto
Das Privatkonto25 eignet sich für das Sackgeld, den Lohneingang oder für erste Zahlungen. Falls gewünscht, erhält Ihr Kind gratis eine Debit Mastercard. Mit dieser Karte kann es bargeldlos einkaufen, an allen Bancomaten in der Schweiz kostenlos Geld beziehen und Online-Einkäufe tätigen.
Kann Sich mein Kind mit der Debit Mastercard verschulden?
Besprechen Sie diese Situation am besten mit Ihrer Kundenberaterin oder Ihrem Kundenberater. Es besteht die Möglichkeit, Tages- und Monatslimiten zu definieren. Das Privatkonto25 basiert bei der Bernerland Bank auf Guthabenbasis. Somit wird jeweils vor der Zahlung der Saldo geprüft. Ein Kontoüberzug ist damit ausgeschlossen.
Beim Sparen unterstützen mit dem Sparkonto25
Früh sparen lohnt sich. Mit unserem Sparkonto25 legen Kinder ihr Taschengeld den «Zustupf» der Verwandtschaft und später auch den ersten Lohn ganz einfach zurück. Die Bernerland Bank schenkt bei der Eröffnung von einem Sparkonto25 für Neugeborene bis Zweijährige eine Starteinlage von CHF 30.– dazu, sowie ein «Kässeli» und eine Überraschung.
Vermögensaufbau für Ihr Kind: Mit einem Fondssparplan
Möchten Sie regelmässig für ein Kind Geld auf die Seite legen und dabei möglichst viel herausholen? Mit einem Fondssparplan profitiert Ihr Kind von höheren Renditechancen auf seinem Sparkapital. Bereits mit kleinen monatlichen Einzahlungen investieren Sie in einen Fonds. So bauen Sie systematisch und langfristig Vermögen für Ihr Kind auf.
Mein Kind wird zum Teenager – was ändert sich?
Als Teenager nimmt der Freiheitsdrang zu, dies betrifft auch die eigenen Finanzen. Eingekauft wird lieber allein oder mit den Freunden. Damit Sie als Eltern weiterhin den Überblick bewahren, empfehlen wir Ihnen das gemeinsame Gespräch mit Ihrem Kind.
Im Gespräch können Sie gemeinsam definieren:
- Wie hoch dürfen die monatlichen Ausgaben ausfallen.
- Wie viel des Taschengelds fliesst als Sparbetrag auf das Sparkonto25.
- Wie hoch darf die tägliche und monatliche Ausgabenlimite bei der Debit Mastercard sein.
- Ob Ihr Kind Zugriff auf das E-Banking und die Mobile-Banking-App erhält.

Wie viel Geld kann mein Kind sparen?
Gerade wenn Ihr Kind noch zu Hause wohnt, fallen die Lebensunterhaltskosten sehr tief aus. Mit dem Beginn der Lehre lohnt sich also ein Blick auf die Ein- und Ausgaben. Hierfür eignet sich unser praktischer Budgetrechner, mit dem können sie mehrere Situationen durchspielen.
Beispielsweise was es bedeutet, wenn der Lehrlingslohn im zweiten oder dritten Lehrjahr höher ist. Oder Ihr Kind nach der Ausbildung ausziehen möchte. Mit unserem Budgetrechner können Sie auch diese Situation simulieren. Vergleichen Sie Ihr erstelltes Budget mit unserem Budgetvorschlag. So sehen Sie auf einen Blick, wo die Kosten zu tief oder zu hoch angesetzt wurden.
Haben Sie weitere Fragen? Unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater sind für Ihre Familie da und beraten Sie gerne.